Die Tänzerin

Das Leben der in Salzburg geborenen Tänzerin Margot Werner ist in einem Satz zu definieren:
EIN LEBEN FÜR DIE BÜHNE!

Artikel 595x430 0 in Die Tänzerin

Das Leben auf der Bühne

Mit vier Jahren sieht sie an der Hand ihrer Mutter, der in Wien geborenen Konzertpianistin und Meisterklassen Absolventin der Musik Staats-Akademie, im Zirkus Krone eine Seiltänzerin in Spitzenschuhen und Tütü – „das will ich lernen“. Die klare, feste Aussage und der Wille, ihren Weg zu gehen, bestimmen ihr ganzes Leben. Mit fünf Jahren beginnt die ernst zu nehmende strenge Ausbildung im Kinderballett der Bayer. Staatsoper. Mit sechs Jahren steht sie „endlich“ auf den Spitzen – die ersten blutigen Zehen klebt sie zu und tanzt weiter. Kleine Bühnenauftritte, so wie ein Engelchen in „Hänsel und Gretl“, eine Elfe im „Sommernachtstraum“, ein Bub, das berühmte Mohrchen im „Rosenkavalier“, versöhnen sie mit Allem.

 

Fast selbstverständlich und bewegungsverwandt wird sie zur Salzburger Landesmeisterin im Eiskunstlauf (Trainer: Vater von Olympiasieger M.Schnelldorfer). Die Achse Salzburg – München war in ihrer Familie immer manifestiert. Wir wollen hier nicht die Ereignisse der Geschichte aufarbeiten, aber die Heimkehr der Familie nach Salzburg spielt doch eine große Rolle. Der Vater kehrt endlich und sehr spät aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurück – Seeligkeit – denn er war von ihrer Mutter und den geliebten Großeltern schon aufgegeben worden. So sehr er sich über die Tanz- und Eislaufkünste des Töchterchens freut, sorgte er sich doch um die Bildung für ein eventuelles Studium, denn er sprach acht Sprachen, absolvierte die Akademie für Welthandel in Wien und war Handelskammerpräsident von Salzburg. Margot bekommt im humanistischen Mädchengymnasium der Ursulinen eine exzellente Schulausbildung bis zum großen Latinum.

 

Selbstverständlich tanzt sie am Salzburger Landestheater und hat das unglaubliche Glück, der großen Ballettpädagogin Derra de Moroda, deren Haus in Salzburg Parsch stand, zu begegnen. Moroda unterrichtet den Stil ENRICO CECCETTI, Maestro der Royal Academy, London. Margot bekommt ein Stipendium in London und trainiert neben Weltstars wie Margot Fonteyn, Svetlana Beriosova und Beryll Grey  – so und nur so gelingt mit 16 ½ Jahren der Sprung zurück an die Bayer. Staatsoper. Wenn wir jetzt im Detail die immense Ballettkarriere der Gruppentänzerin der letzten Reihe (70 Mitglieder) bis hin zur „premiere danseuse etoile“ als Primaballerina verfolgen, bleibt weder Zeit noch Geduld für das Publikum, das Margot Werner nur als Entertainerin kennt.

 

Also hier die wesentlichen Choreographen ihrer Ballettlaufbahn:

  • ALAN CARTER – (ROYEL BALLET) London /BD. MÜ
  • RONALD HYND – (ROYAL BALLET) London /BD. MÜ
  • HARALD LANDER – (KONGELIG THEATER) Kopenhagen
  • FLEMMING FLINDT – (KONGELIG THEATER) Kopenhagen
    und Chefchoreograph DENVER BALLET
  • HANS v. MANEN – NEDERLANDS DANS THEATER
  • JOHN CRANKO – STAATSBALLET STUTTGART (Royal Ballett London)
  • GEORGE BALANCHINE – NEW YORK CITY BALLET (Kirou Ballett Russia)
  • JANINE CHARAT – L’OPERA DE PARIS
  • BIRGIT CULBERG - STAATSOPER STOCKHOLM
  • HEINZ ROSEN – BALETTDIREKTOR STAATSOPER MÜNCHEN
  • KURT JOOSS – VOLKWANGSCHULE ESSEN
  • LOTHAR HÖFGEN – SCHÜLER v. MAURICE BEJART
  • THEATRE DE LA MONNAIE, BRÜSSEL
  • ANTON TUDOR – NEW YORK CITY BALLET
  • JOHN NEUMEIER – STAATSOPER HAMBURG